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Karibik

Wo Sonne ist, da ist auch Schatten

Die Sonne lacht viel über den kleinen Antillen, aber sie kann auch anders. Diese Beschreibung gilt nicht nur für das Wetter sondern auch für die Lebensbedingungen der Einheimischen.

Sie schätzen das Leben, erfreuen sich der Natur und machen ihr Glück nicht so vom Kommerziellem abhängig wie unsereins - doch oft, weil sie keine andere Wahl haben.

Auch hier ist es ist wie überall: das Leben hat immer zwei Seiten, manchmal zeigt sich die gute, manchmal die schlechte.

Sicher, es wird nie ein "Positiv" ohne ein "Negativ" geben, dass ist nun einmal Fakt.

Doch Fakt ist leider auch, dass eine Insel wie St. Vincent nach wie vor zur dritten Welt zählt. Fast schon ironisch, dass ausgerechnet hier große Teile vom "Fluch der Karibik" gedreht wurden.

Die Kulisse ist ein Mix aus Traum und Wirklichkeit. Es gibt sie, die Palmenstrände mit türkis blauem Wasser, keine Frage. Doch auf dem Weg dahin begegnet man auch der Kehrseite, sie zeigt sich in an der Armutsgrenze lebenden Inselbewohnern oder an der mancherorts ansteigenden Kriminalitätsrate. Schon klar, dass der Tourismus die finanzielle Lage der Menschen verbessert, doch ist diese Entwicklung ein Prozess der seine Zeit braucht.

Orte, an denen soviel Schönes wächst und die Natur sich so frei entfalten kann gehören ausreichend unterstützt - bestenfalls im Einklang mit Mensch und Umwelt.

Auch wenn viele der Inseln heute unabhängig sind, so sind sie doch stark von ihrer kolonialen Vergangenheit geprägt. Merkmale der zum Teil ehemaligen englischen Kolonien sind dabei Linksverkehr oder ehemalige Herrenhäuser die heute meist als Museum oder Hotel dienen.

Eine Ausnahme - und wirklich nicht nur in dieser Hinsicht - bietet da St. Maarten: aufgeteilt in einen französischen und einen holländischen Teil. Der Hafen von Philipsburg bietet Platz für mehr als sieben Kreuzfahrtschiffe. So kann es sein, dass sich innerhalb eines Tages über 20.000 Menschen an nahegelegenem Strand und Umgebung aufhalten, wer Ruhe sucht fährt besser woanders hin. Weitere Urlauber werden zudem über den legendären Flughafen am Maho Beach geleitet.

Echten karibischen Charme zum Wohlfühlen findet man hingegen reichlich auf nahegelegenen Inseln.

Kleine bunte Häuser, absolut herzliche Menschen und zahlreiche Traumstände machen Antigua zu einer dieser Inseln.

Viel Regenwald, Buchten zum Schnorcheln sowie atemberaubende Wasserfälle bietet dagegen Dominica.

Wo hingegen Tortola mit faszinierenden Ausblicken, der "Full moon party" sowie seiner Nähe zu Virgin Gorda, der attraktiven Nachbarinsel mit dem Traumstrand "The Bath", lockt.

Auf Grenada findet sich eine solche Vielzahl an Gewürzen, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Am bekanntesten jedoch ist der Anbau der Muskatnuss. Auch etliche Früchte wie Bananen und Mangos sowie die durch die Meuterei der Bounty bekanntgewordene Brotfrucht gedeihen hier mehr oder weniger problemlos. Die größte Gefahr für die Landwirtschaft auf den Inseln sind die Hurrikans. Sie sind oft unberechenbar und damit im Vorhinein schwierig einzuschätzen auf welcher Insel sie wirklich letztendlich halt machen.

Barbados konnte früher durch den Anbau von Zuckerrohr den Großteil seiner Einnahmen erzielen, inzwischen jedoch hat der wachsenden Tourismus dem Zuckerrohr den Rang abgelaufen. Zwar wird nach wie vor inseleigener Rum produziert, doch die Anzahl der Destillerien ging stark zurück. Glück im Unglück, schließlich sollte man vor dem Tauchen mit Rochen oder Schildkröten ohnehin die Hände vom Alkohol lassen.

Die Pitons sind das Wahrzeichen St. Lucias, die beiden Vulkane sowie das Regenwaldgebiet ringsherum bieten etliche Möglichkeiten zum Wandern und entdecken. Das Städtchen Soufrière gibt der Gegend seinen Namen, wurde allerdings inzwischen von Castries als Hauptstadt abgelöst.

Zusammengefasst bedeutet es, dass jede Insel ihren eigenen und individuellen Charme besitzt und genau darin liegen die Stärken der kleinen Antillen: jeder findet wonach er sucht!

 

 

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